JC Hennef / Eitorfer JC mit drei Judoka beim Jubiläumsturnier vertreten



Duisburg, 06.–07. Juni 2026: Die Deutschen Einzelmeisterschaften standen ganz im Zeichen des 100‑jährigen Jubiläums – ein Wochenende voller Spannung, Emotionen und hochklassigem Judo. Fast 400 der besten Athletinnen und Athleten aus allen 18 Landesverbänden kämpften in Duisburg‑Rheinhausen um die Titel. Eröffnet wurde das Turnier von Ministerpräsident Hendrik Wüst, bevor DJB‑Präsident Thomas Schynol den offiziellen Startschuss gab.
Nordrhein‑Westfalen sicherte sich am Ende mit vier Gold‑, zwei Silber‑ und neun Bronzemedaillen den ersten Platz im Medaillenspiegel. Für den JC Hennef / Eitorfer JC gingen Ina Schild (–63 kg), Dorothee Ritter (–48 kg) und Maxim Taran (–60 kg, Bronzemedaillengewinner DEM 2025) an den Start. Die beiden Medaillengewinner der DEM 2025 – Alexandra Groß (Bronze) und Moritz Plafky (Silber) – konnten verletzungsbedingt nicht antreten.
Ina zeigte einen mutigen Auftakt und punktete bereits nach 30 Sekunden. Trotz ihres entschlossenen Auftretens musste sie sich nach zwei Minuten geschlagen geben. Da ihre Gegnerin das Finale verpasste, blieb Ina der Weg in die Trostrunde verwehrt – besonders bitter, da sie für ihre erste Teilnahme bei einer DEM enorm motiviert und top vorbereitet war.
Dorothee, mit ihren erst 17 Jahren in dieser Saison bereits bei der DEM U18, U21 und nun auch in der Hauptklasse vertreten, gewann ihren ersten Kampf souverän durch Ippon. Gegen zwei sehr starke Gegnerinnen, darunter die spätere Silbermedaillengewinnerin, konnte sie sich anschließend nicht durchsetzen. Ihr 7. Platz ist dennoch bemerkenswert – vor allem, weil sie nach einer langen Verletzungspause in den vergangenen sechs Monaten mit enormem Fleiß und Disziplin eine starke Entwicklung hingelegt hat. Diese Leistung zeigt, wohin ihr Weg noch führen kann.
Maxim kämpfte sich entschlossen durch ein hochkarätig besetztes 32er Feld. Nach zwei Siegen – einer davon im Golden Score – unterlag er erst dem späteren Deutschen Meister, dem er alles abverlangte, und anschließend im Kampf um Bronze. Sein 5. Platz unterstreicht seine Klasse und seinen hohen Anspruch. Mit Kämpfen auf sehr hohem Niveau zeigte er eindrucksvoll, warum er zu den stärksten Athleten seiner Gewichtsklasse in NRW zählt.
Auch wenn die verpassten Podestplätze schmerzen, gehören solche Momente zum Leistungssport. Auf diesem Niveau entscheiden oft Sekundenbruchteile, und die Konkurrenz ist ebenso hungrig auf Erfolg. Was bleibt, sind mutige Kämpfe und die Gewissheit, zu den besten Judoka Deutschlands zu gehören.
